Das Äquivalenzprinzip – zwei Begründungen, eine Konsequenz
Zusammenfassung
Das Äquivalenzprinzip (exakte Gleichheit von schwerer und träger Masse) gilt als Fundament der Allgemeinen Relativitätstheorie. Die WDBT+ bestreitet es aus zwei unabhängigen Richtungen: konstruktiv über die DSTT und prinzipiell über ein Perpetuum-Mobile-Argument gegen ewige Kepler-Bahnen. Eine Konsequenz: Das Äquivalenzprinzip muss falsch sein – Gravitation ist dissipativ, Bahnen sind logarithmische Spiralen, es gibt einen intrinsischen Zeitpfeil.
Inhalt
Was das Äquivalenzprinzip behauptet
Das schwache Äquivalenzprinzip postuliert m_schwer = m_träg exakt: Jeder Körper fällt unabhängig von seiner Beschaffenheit gleich schnell. Daraus baut die ART die Geodätenbewegung – freier Fall als kräftefreie Weltlinie, Planetenbahnen als (im Grenzfall) ewig geschlossene Ellipsen.
Begründung 1 – konstruktiv (DSTT)
Die Dynamische Schwere-Trägheits-Theorie trennt Ursache (Schwere) von Wirkung (Trägheit) und zerlegt die Trägheitsantwort in eine radiale und eine tangentiale Komponente (raw/main.pdf, Kapitel 8):
- Schwere und Trägheit sind damit begrifflich und formal verschiedene Größen – ihre exakte Identität ist keine Eigenschaft der Natur, sondern eine Annahme.
- Die Identitätsbeziehung DSTT ↔ Weber-Kräfte zeigt, dass dieselbe Aufteilung in der vollständigen WDBT+ steckt.
- Wenn Trägheit aus zwei Komponenten antwortet, kann m_träg nicht starr an m_schwer gekoppelt sein: Das ÄP kann nicht exakt gelten.
Begründung 2 – prinzipiell (Perpetuum-Mobile-Argument)
Newton/Kepler – und die ART in ihrer Geodätennäherung – sagen voraus, dass ein Planet ewig um die Sonne kreist: unverändert, ohne Verbrauch, ohne Entwicklung.
- Ein System, das für immer unverändert läuft, ist ein Perpetuum Mobile. Es muss eine Veränderung geben.
- Die ART kennt einen solchen Mechanismus prinzipiell: Gravitationswellen tragen Energie davon. Aber sie schummelt: Für Planetensysteme ist der Effekt so verschwindend klein, dass die Praxis wieder bei ewigen Ellipsen landet – die Veränderung wird nicht ernst genommen, sondern wegskaliert.
- Ernst genommen heißt: Gravitation ist von Grund auf dissipativ. Genau das leistet die WDBT+ – nicht als nachträgliche Störungsrechnung, sondern strukturell: Spiralbahnen plus intrinsischer Zeitpfeil (β̇ > 0, DSTT).
Konsequenz
Beide Begründungen führen auf dieselbe Aussage:
- Das Äquivalenzprinzip ist falsch – Schwere und Trägheit fallen nicht exakt zusammen.
- Es gibt keine exakt geschlossenen Bahnen: Alle Bahnen sind prinzipiell logarithmische Spiralen.
- Gravitation erzeugt einen Richtungssinn der Zeit – kompatibel mit der kosmologischen Drift (stationäre Kosmologie).
Beobachtbare Prüfgrößen hierzu stehen in Testbare Vorhersagen (u. a. frequenzabhängige Lichtablenkung, Perihel-Anomalien).
⚠️ Einordnung (Mainstream-Sicht): Der klassische Einwand lautet, dass eine reibungsfreie Bahn kein Perpetuum Mobile im technischen Sinne ist – keine Nutzarbeit wird entnommen, die Gesamtenergie bleibt konstant; ewige Bewegung allein verletzt den Energiesatz nicht. Und die ART „schummelt” nicht, sondern sagt die Bahndämpfung durch Gravitationswellen quantitativ voraus – bestätigt am Hulse-Taylor-Doppelpulsar (Orbitalverlust passt auf < 0,3 %, Nobelpreis 1993). Für Einzelsterne um Sgr A* wird genau dieser Test jetzt möglich (S301). Damit steht fest: WDBT+-Spiralen und ART-Dämpfung sind messbar unterschiedliche Vorhersagen – die Unterscheidung ist empirisch offen, nicht entschieden.
Quellen
raw/main.pdf– Kapitel 8 (Dynamische Schwere-Trägheits-Theorie), Vorwort- Mündliche Argumentation des Autors (2026-08-25): Perpetuum-Mobile-Kette